2026-05-22
Chinesische Forscher haben neue Durchbrüche bei der Abstimmung der Festigkeit und Plastizität von Manesiumlegierungen erzielt. Da die Anforderungen an den Leichtbau in der Luft- und Raumfahrt, im Schienenverkehr und in der Elektronik steigen, stehen Magnesiumlegierungen – die zu den leichtesten metallischen Strukturmaterialien gehören – vor einer gemeinsamen Herausforderung: Hohe Festigkeit geht häufig mit geringer Plastizität einher, insbesondere bei hochfesten Legierungen, die frei von seltenen Erden sind.
Um dieses Problem anzugehen, untersuchte ein Forschungsteam systematisch Legierungen auf Mg-Sn-Ca-Basis, indem es den Aluminiumgehalt (Al) anpasste. Sie analysierten den Zusammenhang zwischen Mikrostrukturentwicklung und mechanischen Eigenschaften. Die Ergebnisse wurden in Acta Metallurgica Sinica (2020, Bd. 56, Nr. 10, S. 1423-1432) veröffentlicht.
Es wurden drei Mg-2,5Sn-2Ca-Legierungen mit 2 %, 4 % und 9 % Al (Massenanteil) hergestellt. Ihre Mikrostrukturen und mechanischen Reaktionen wurden im gegossenen und extrudierten Zustand verglichen. Der veränderte Al-Gehalt veränderte die Art und Verteilung der zweiten Phasen im Nanomaßstab, was wiederum das dynamische Rekristallisationsverhalten und die Versetzungsdichte beeinflusste und zu einem vorhersehbaren Kompromiss zwischen Festigkeit und Plastizität führte.
Durch einfache Anpassung des Al-Gehalts kann dasselbe Legierungssystem kontinuierlich von einem hochfesten Typ (2 % Al, geeignet für tragende Strukturen) auf einen hochplastischen Typ (9 % Al, einfacher für die anschließende Umformung) abgestimmt werden. Dies bietet eine direkte Grundlage für technische Anwendungen zur Auswahl der geeigneten Zusammensetzung.
Im Vergleich zu seltenerdhaltigen Mg-Legierungen (z. B. mit Gd, Y, Nd) werden beim Mg-Sn-Ca-Al-System teure seltene Erden vermieden, wodurch die Rohstoffkosten deutlich gesenkt werden. Diese Studie deckt die zugrunde liegenden Mechanismen auf, durch die der Al-Gehalt die Rekristallisation, Versetzungsdichte und Korngröße durch Kontrolle der zweiten Phase im Nanomaßstab moduliert. Es bietet eine umsetzbare Mikrostruktur-Designroute für die Entwicklung kostengünstiger, nicht seltenerdhaltiger, hochfester und hochplastischer Magnesiumlegierungen.
Branchenexperten glauben, dass diese Forschung die praktische Anwendung von Magnesiumlegierungen in Leichtbauszenarien fördert und den Grundstein für die weitere Überwindung des Festigkeits-Plastizitäts-Engpasses durch Verbundmikrolegierungen legt.
Schicken Sie uns Ihre Untersuchung direkt